Enkeltrick und Einbruchschutz mit Claus-Peter Holz

Der pensionierte Polizist Claus-Peter Holz kam zu uns, um uns über die neuesten Tricks der Betrüger aufzuklären und darüber zu informieren, wie wir unsere Häuser und Wohnungen vor Einbrüchen schützen können.

Es wurde ein sehr interessanter und informativer Nachmittag.

Nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Barbara wurde ersteinmal bei Apfelkuchen mit Sahne und Kaffee für das leibliche Wohl gesorgt.
So gestärkt konnten wir alle den Ausführungen von Herrn Holz folgen.

Herr Holz verteilte Broschüren zum Thema mit der Bitte um Weitergabe.

Enkeltrickbetrug:
Hiervon betroffen sind meist Menschen ab 80 Jahre und aufwärts. Gründe hierfür können sein:
Einsamkeit, Unsicherheit, Leichtgläubigkeit
Opfer des Enkeltrickbetruges sind oft psychisch hochgradig gefährdet und bedürfen einer besonderen Fürsorge durch den Opferbund.
Da unter den Anwesenden keine potenzielle gefährdeten Frauen waren, widmeten wir uns rasch dem nächsten Thema, welches auf sehr großes Interesse stieß.

Einbruch und wie mache ich mein Hab und Gut sicher:
Besonders gefährdet sind Gemeinden in der Nähe von Autobahnen in den Ferien und in der dunklen Jahreszeit. Momentan liegt die Aufklärungsrate bei 20%, die Verurteilungsrate ist jedoch wesentlich niedriger. Zum Einbruch reicht oft
ein einfacher Schraubenzieher aus.
Alles was nicht einsehbar ist, sind Schwachpunkte, die sich ein Einbrecher zunutze machen wird. Hier wurde als Beispiel angeführt:
hohe Hecken, Kellereingänge, dunkle Hauseingänge u.v.m.

Man sollte vorrangig die Verriegelungen von alten Fenstern und Türen kontrollieren, ob diese bereits eine sogenannte Pilzkopfverriegelung haben.
Die örtliche Polizeidienststelle gibt gerne Auskunft über speziell geschulte Firmen, die dieses nachrüsten können.

In der Regel gilt eine 5 Minuten Zeitgrenze. Ist der Einbrecher in dieser Zeit nicht im Haus, lässt er meist von seinem Vorhaben ab.

Auch eine gute Nachbarschaft ( wechselweises Parken von Autos bei Abwesenheit ) Kontrolle der Häuser, An- und Abschalten des Lichtes in unregelmäßigen Abständen usw können helfen, die Gefahr zu bannen.

Auch Hunde sind hier ein willkommener Schutz gegen die bösen Buben.

Für sehr wichtig hält Herr Holz auch die Installation einer Türspaltsperre! Dieses kann ungebetene Besucher fern halten und ist eine nicht zu unterschätzende Sicherheitsmaßnahme.

Zum Schluss gab uns Herr Holz noch einige Verhaltensmassregeln mit auf den Weg, falls wir während einen Einbruchs z.B. in der Nacht überrascht werden.

  1. Man soll sich NIEMALS dem Einbrecher in den Weg stellen! Immer den Fluchtweg freihalten, denn der Einbrecher steht unter hohem Druck und hat u.U. eine Waffe ( Schraubenzieher o.ä. in der Hand)
  2. In so einem Fall, einschliessen, Fenster öffnen und FEUER rufen…. Bei Hilfe-Rufen reagieren die Wenigsten, bei FEUER fast alle.

Herr Holz wies uns auch noch darauf hin, daß über Telefon und Computerbetrug ( Gewinnversprechen usw.) mittlerweile ein 3 stelliger Millionenbetrag ergaunert wird.

Zum Abschluss bekamen wir die Erlaubnis für etwaige Rückfragen seine Telefonnummer hier zu veröffentlichen
Herr Holz 0160-2297814

Wir danken an dieser Stelle nochmals für einen sehr interessanten und informativen Nachmittag.