Altgold einmal anders….

„Altgold“ in der Schmuckschublade – und keiner mag den Ring oder die Kette aus früheren Generationen tragen?

Goldschmiedemeisterin Bente Kühl aus Flensburg führte in die Gestaltung von Schmuckstücken ein – und zeigte insbesondere die vielfältigen Möglichkeiten Altes so umzuarbeiten, dass es wieder eine Trägerin oder einen Träger findet.

Zu dem Vortrag, der anschaulich mit Vorher-Nachher-Fotos präsentiert wurde, begrüßte die Vorsitzende Barbara Illias-Göbel 22 schmuckinteressierte Landfrauen, die in etwa 90 Minuten einen Einblick in die Arbeit der Goldschmiedin erhielten.

Neben der Gestaltung neuer Stücke besteht die Aufgabe auch oft darin, in Zusammenarbeit mit ihren Kunden alten Schmuckstücken zu „neuem Leben“ zu verhelfen: So wird beispielsweise aus Omas goldenem Ring ein Kettenanhänger, indem das Gold eingeschmolzen wird und der Stein neu eingefasst wird. Die silberne Kuchengabel aus Großmutters Besteckschublade erhält zur Konfirmation der Enkelin eine neue Bestimmung. Bernsteine oder andere Edelsteine können als Ring oder Kette Reiseerinnerungen lebendig machen.

Bei all ihrer kreativen Arbeit liegt Bente Kühl viel daran, DAS passende Schmuckstück für ihre Kunden zu gestalten. Im Gespräch stellt sie Verbindungen  zur Persönlichkeit, zum Fundort des Steins oder zum Anlass des Schenkens her. Durch die Umarbeitung erfahren die alten Schmuckstücke eine neue Wertschätzung, erfreuen ihre Besitzer und werden gern wieder getragen.

Nach dem Vortrag konnte man vor Ort einige Tipps zu mitgebrachten Schmuckstücken von der Goldschmiedin erhalten.

Wer gern selbst kreativ werden möchte, könnte bei Bente Kühl sogar selbst einen Goldschmiedekurs besuchen. An einem Tag in ihrer Werkstatt entsteht dann unter ihrer Anleitung ein ganz individuelles Schmuckstück, das vielleicht auch aus „Omas Schmuckschatulle“ den Weg nach Flensburg gefunden hat.