Konflikte sind nicht das Problem, sondern der Umgang damit – dies wurde den anwesenden Landfrauen im Rahmen eines Vortrags über „Mediation“ deutlich.

Wie mit Hilfe einer Konfliktvermittlung alle Parteien mit einer guten Lösung auseinandergehen können, schilderte uns Ulrike Prinz-Knutzen aus Tarp. Seit 2005 ist sie ehrenamtlich für den Verein „streit:fair“ tätig, der kostenlose Unterstützung in Sachen Streitschlichtung anbietet.

„streit:fair“ hilft bei der Prävention, unterstützt bei Gesprächsführung und hilft im Konfliktfall vertraulich und kostenlos.

Mit Hilfe eines Mediators, der zwischen den (beiden) Konfliktparteien vermittelt, können Streitigkeiten, die sich allein nicht mehr lösen lassen, aus dem Weg geräumt werden.

Anhand von Fallbeispielen erläuterte Ulrike Prinz-Knutzen anschaulich verschiedene Situationen sowie die Vorgehensweise bei einer Mediation. Dabei geht es in erster Linie zunächst darum, beiden Parteien neutral und allparteilich zu begegnen. Ziel jeder Mediation ist, dass am Ende eine Lösung gefunden wird, die für beide gewinnbringend ist. Durch behutsame Fragen des Mediators erfährt die jeweils andere Partei die „Wahrheit“ des Gegenübers. Es werden die Fakten genannt sowie die Gefühle, die mit dem Streit einhergehen, benannt. Im Verlauf des Gesprächs kann sich der Vermittler immer mehr zurückziehen. Die beiden Parteien lösen ihren Konflikt und finden Regelungen für die Zukunft.

Situationen, in denen man durch andere Personen provoziert wird, kommen oft vor. Es ist dir Chance jedes Einzelnen, damit für sich selbst entsprechend umzugehen. Oft hilft es, ein wenig den bekannten „Rahmen“ zu verlassen oder eine andere Sichtweise zuzulassen. So kann man häufig von vornherein eine Streitsituation vermeiden, indem man mit den Äußerungen umgeht und sich in die Gefühle des Gegenübers hineinversetzt.